Der Virbac-Lepto-Check
Von der Jungsauen-Eingliederung geht für ferkelerzeugende Betriebe generell ein nicht unerhebliches Einschleppungsrisiko von Neu-Erregern oder Neu-Varianten solcher Erreger aus (Biosecurity). Hier ist vor allem an neue Serovare oder Stämme von Leptospiren zu denken. Virbac stellt Ihnen daher in Zusammenarbeit mit dem IVD in Hannover in Form des Virbac-Lepto-Check einen zusätzlichen Diagnostik-Service zur Verfügung.
Virbac unterstützt die Tierärzte mit diesem kostenfreien Untersuchungsservice, um mehr über den generellen Leptospiren-Infektionsstatus der Jungsauen in Deutschland zu erfahren.
Der Virbac-Service umfasst die Kostenübernahme für Stichprobenuntersuchungen in Form von 2 serologischen Untersuchungen pro Jungsauengruppe auf die 5 häufigsten Serovare im Mikroagglutinationstest (MAT).
Voraussetzung für die Kostenübernahme durch Virbac ist:
- die ausschließliche Untersuchung von Jungsauen
- die Untersuchung nur eines Teils der Jungsauen (Stichprobe: ca. 2-3 % der Jungsauen)
- die Jungsauen werden Altrenogest-zyklussynchronisiert in die Belegungsgruppen eingegliedert.
Nicht unterstützt, werden:
- Serologische Gesamtbestandsuntersuchungen, da diese wenig Aufschluss über die Gesamtverteilung von Antikörpern in deutschen Herden liefern.
- Alle Arten von Antigenuntersuchungen zur Abklärung von betriebsindividuellen Fertilitätsproblemen.
Besondere Hinweise für Ihren Betrieb:
- Bei klinischen Verdachtsfällen von Leptospiren-bedingten Fertilitätsproblemen in einer Sauenherde ist dem direkten Erregernachweis (Antigen) durch PCR in frischem Untersuchungsmaterial (Nachgeburten, Ferkel, Gebärmutter oder Eileiter) der Vorzug zu geben.
- Von serologisch positiven Tieren muss nicht zwangsläufig ein Infektionsrisiko ausgehen, allerdings ist es aufgrund der dauerhaften (latenten) Nierenbesiedelung auch nicht auszuschließen, weshalb eine gezielte Behandlung sinnvoll sein kann.
