Subklinische Ketosen früher erkennen

Messung des Acetongehaltes durch den
Landwirt sinnvoll


Klinische und subklinische Ketosen sowie Leberverfettung sind die häufigsten metabolischen Erkrankungen der Hochleistungskuh in der frühen Laktation. Besonders subklinische Ketosen sind für den Landwirt schwer zu identifizieren und eine Behandlung wird meist erst verlangt, wenn das klinische Krankheitsbild ausgeprägt ist.

Um den wirtschaftlichen Schaden, den Ketosen verursachen, einzudämmen, bietet nach dem LKV Thüringen jetzt auch der LKV Rheinland-Pfalz als zusätzlichen Parameter im Rahmen der MU’ die Messung des Acetongehalts in der Milch an. Dabei ist es möglich, Einzelproben der Tiere am 6.-10. Tag p.p. einzusenden, weil in diesem Zeitraum bereits eine gute Beurteilung der Stoffwechselsituation möglich ist, oder im Zusammenhang mit den üblichen Milchkontrollen den Acetongehalt der Milch zu bestimmen.





Wichtig für den Landwirt ist es zu wissen, dass Aceton leicht flüchtig ist und die Probengefäße sofort dicht verschlossen werden müssen. Bei 4°C ist eine Lagerung der Proben von bis zu sechs Tagen möglich, ohne dass das Ergebnis beeinträchtigt wird. Die Bestimmung im Labor erfolgt mittels Continuous-flow-Verfahren. Diese Methode hat sich als verlässlich erwiesen. Ziel dieses neuen Service für den Bauern soll es sein, Kühe mit subklinischen Ketosen schneller zu identifizieren und behandeln zu können. Außerdem lassen sich Futterumstellungen genauer steuern.

  • Acetontest in der Mi

    Acetontest in der Mi

Experten wie Prof. Dr. Fürll, Universität Leipzig, halten die Acetonbestimmung für sinnvoll, da sie eine wertvolle Aussage über die Stoffwechselsituation der betreffenden Kuh liefert. Auch Dr. Peter Zieger befürwortet die Untersuchung und betont, dass die Prävalenz für subklinische Ketosen viel höher sei als gemein-hin angenommen. Er empfiehlt darüber hinaus die Verwendung von Teststreifen, mit denen ein semiquantitativer Nachweis von ß-HBA in der Milch vorgenommen werden kann. Diese Streifen zeichnen sich durch eine einfache Handhabung aus und können im Gegensatz zu anderen Tests problemlos während des normalen Melkvorganges vom Landwirt selbst angewendet werden.

In Problembetrieben muss auf gutes Futtermanagement und eventuell die prophylaktische Gabe von glukoplastischen Substanzen Wert gelegt werden. Bei der Verfütterung von Natriumpropionat ist aber zu beachten, dass Gaben von mehr als 250 g die Futteraufnahme reduzieren und die Harnstoffbildung in der Leber stören, was zu metabolischen Alkalosen führen kann. Darüber hinaus spielt auch die Optimierung des Kuhkomforts eine wichtige Rolle.

Virbac Tierarzneimittel GmbH – Rögen 20 – 23843 Bad Oldesloe
Telefon: 04531-8050 (Zentrale) – 04531-805111 (Verkauf) – 04531-805116 (Buchhaltung)
Telefax: 04531-805100 – E-Mail: info@virbac.de – Website: http://www.virbac.de

Bankverbindungen: Dresdner Bank AG, Lübeck – BLZ: 230 800 40 – Konto: 371 112 200 – IBAN: DE67 2308 0040 0371 1122 00

Geschäftsführer: Jörg Hannemann, Pierre Pagès – Sitz: Bad Oldesloe
Amtsgericht Lübeck HRB 1033OD – USt-IdNr.: DE166409327