Trichophytie
1-fache Dosis für Prophylaxe und Therapie mit dem
besonderen Impfstamm TV-M-310
- Lang und effektiv schützender Lebendimpfstoff
- Mehr Sicherheit durch avirulenten Impfstamm
- Nur 1-fache Dosis für Prophylaxe und Therapie
Die Bedeutung der Trichophytie
Die Rindertrichophytie (Kälberflechte, Glatzflechte, Ringflechte) ist eine sehr bedeutsame Zoonose, die alle mit Rindern befassten Personen gefährdet. Die Trichophytie ist aber für die Rinderhaltungen selbst ebenfalls äußerst verlustreich. Neben Lederschäden, die für Deutschland mit jährlich ca. 7,5 Mio EUR angegeben werden (Deutz, 1990), sind es in der Kuhherde vor allem nicht unerhebliche Milchverluste. Eine zunehmende Bedeutung gewinnen Wachstumsdepressionen, neben der Mast, vor allem in der Färsenaufzucht. Ziel ist es, die Kosten dieses “unproduktiven Produktionszweiges” soweit wie möglich zu senken. Durch eine sehr intensive Aufzucht versuchen zukunftsorientierte Rinderhalter das Erstbelegungsalter weiter zu senken. Trichophytiebedingte Verluste bei den Tagesgewichtszunahmen von etwa 133 g (Schröer, 1998) stehen diesen Bemühungen klar entgegen. Für Zuchtbetriebe stellt die Trichophytie ein besonderes Problem dar. Trichophytie erkrankte Tiere können nicht verkauft werden. Gleichzeitig senkt das Auftreten der Trichophytie das Ansehen des Züchters.
Möglichkeiten der Bekämpfung
Die tierindividuelle Behandlung durch lokale Waschungen ist möglich, aber nicht nur sehr umständlich und arbeitsintensiv, sondern zudem häufig ineffektiv. Impfmaßnahmen haben sich in den 90er Jahren daher zu einem sehr wirkungsvollen Werkzeug entwickelt. Neben der Prophylaxe im Jungtierbereich ermöglichen Impfungen zudem die Therapie bereits erkrankter Tiere. Diese sog. Heilimpfung verkürzt die Erkrankungszeit und sorgt für eine schnellere Ab- und Ausheilung (Ollhoff et al., 1997). Gleichzeitig wird das Ausscheidungspotential von neuen Pilzsporen dadurch wesentlich reduziert. Dies ist für das Senken des Infektionsdruckes in der Herde von großer Bedeutung. Allerdings müssen die Impfmaßnahmen über Jahre hinaus im Jungtierbereich fortgeführt werden. Die Überlebensfähigkeit der Sporen kann einige Jahre betragen, so dass sich nicht geimpfte Jungtiere noch nach Jahren erneut infizieren können und sich der Infektionsdruck in der Herde damit wieder langsam aufschaukelt. Tiere mit durchstandener Infektion gelten allgemein als mehrere Jahre, in Einzelfällen sogar bis zu lebenslang geschützt (Ollhoff, 1996).
