Korrektes Entwurmen – leicht gemacht!

Pferde werden lebenslang von Magen-Darm- und anderen Parasiten bedroht. Diese können zu schweren Gesundheitsschäden und akuten Krankheiten führen, sie reduzieren Kondition und Leistungsfähigkeit und müssen daher regelmäßig bekämpft werden. Die beste Möglichkeit dafür ist eine gezielte Therapie mit hochwertigen Entwurmungspasten vom Tierarzt. Ergänzend dazu sollten die hygienischen Verhältnisse auf der Weide, im Stall und Auslauf durch tägliches Entfernen des Kotes verbessert werden. Die Vielfalt der pferdespezifischen Parasiten ist für Laien verständlicherweise kompliziert – ebenso wie die jeweilige medikamentöse Bekämpfung. Jedoch genügt es für den Reiter und Pferdehalter völlig, sich mit einigen wenigen Grundzügen der Entwurmung der vierbeinigen Partner vertraut zu machen – denn moderne Arzneimittel haben die effektive Parasitenkontrolle jetzt erheblich erleichtert.



Ohne Weide kein Pferd

Pferde gehören auf die Weide – ganz ohne Zweifel. Denn nur auf der Weide und mit weiteren Pferden in der Gruppe können sie ihre artgemäßen Bedürfnisse decken:

  • freie Bewegung in allen Gangarten
  • Licht
  • frische Luft
  • wechselnde Klimareize
  • neue geistige Eindrücke
  • kontinuierliche Aufnahme von pferdegerechtem Rauhfutter
  • Fellpflege und Hautstimulierung durch Wälzen
  • soziale Kontakte

Je nach Alter, Futterzustand und Nutzung der Pferde ist es unter Umständen erforderlich, die Weidezeit zu begrenzen. Denn ein voluminöser Grasbauch macht die Tiere oftmals träge und bringt sie schneller zum Schwitzen. Dennoch zeigen die praktischen Erfahrungen hoch qualifizierter Turnierreiter aus allen Disziplinen, dass auch und gerade für Sportpferde ein – dosierter – Weidegang für Körper, Geist und Seele wichtig ist und die Leistung spürbar verbessert.

Auf der Weide lauern jedoch auch Gesundheitsgefahren: durch Parasiten. Diese vermehren sich vor allem im Sommer besonders stark. Durch regelmäßiges Entfernen des Kotes und ein sinnvolles Weidemanagement – Parzellenbeweidung, Nachmähen, Wechselbeweidung mit Wiederkäuern – lassen sich die Parasiten in gewissem Umfange kontrollieren.
Dennoch sind strategische Behandlungen der Pferde gegen Magen-Darm-Parasiten kontinuierlich erforderlich.

Das gilt insbesondere unter folgenden Bedingungen:

  • suboptimale Weide- und Stallhygiene
  • hohe Besatzdichte
  • junge Pferde/Fohlen
  • tragende Stuten
  • wechselnde Gruppe
  • neu eingestellte Tiere
  • Hochleistungspferde
  • vor Impfungen
  • bei Pferdeheu von Pferdeweiden

    Die Infektionsgefahr mit Magen-Darm-Parasiten ist auch bei nur wenigen Stunden täglichen Weideganges gegeben. Auch Stallpferde können von von Parasiten befallen werden.

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