Die PSEUDOWUT
Krankheitsbild und Verlauf: Die Pseudowut (oder Aujeszkysche Krankheit) äussert sich durch Fressunlust, zunehmende Unruhe, später Speichelfluss, Erbrechen und offensichtliche Schmerzäusserung. Die Katzen können von einem starken Juckreiz geplagt werden, so dass sich manche selbst wundkratzen oder sogar verletzen. Nach ein bis zwei Tagen führt diese Krankheit zum Tod.
Das Virus und die Übertragung: Beim Erreger der Pseudowut handelt es sich um ein Herpesvirus der Schweine. Zur Erkrankung kommt es, wenn eine Katze ungekochte Schlachtabfälle infizierter Schweine gefressen hat oder aber auch durch direkten Kontakt mit infizierten Schweinen, zum Beispiel im Schweinestall. Eine Übertragung von Katze zu Katze ist nicht bekannt.
Diagnose und Therapie: Wie bei der Tollwut lässt sich am lebenden Tier die Erkrankung nicht klar diagnostizieren, eine endgültige Diagnose ist nur im spezialisierten Untersuchungslabor möglich. Eine Therapie ist nicht bekannt.
Vorkommen und Bedeutung: Die Pseudowut ist eine sehr seltene Krankheit, die nur in Gebieten mit Herpesvirus-Infektion des Schweines auftritt. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich kommt die Herpesvirus-Infektion beim Schwein seit einigen Jahren kaum mehr vor.
Impfung: Eine Impfung ist nicht bekannt.
Andere Massnahmen zur Infektionskontrolle: In Gebieten mit Herpesvirus-Infektion der Schweine (Aujeszkysche Krankheit) sollte nur gekochtes Schweinefleisch an Katzen verfüttert werden.
