Shaping the future of animal health
Deutschland

Leptospirose
 


Leptospirose erkennen und gezielt bekämpfen


Bei Fruchtbarkeitsstörungen sollten auch Leptospiren als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Bestätigt sich der Verdacht, ist ein strategisches Behandlungskonzept gefragt, um infizierte Sauenbestände zu sanieren. Über neueste Erfahrungen hierzu berichtet Tierarzt Peter Latell, Köthen.

Leptospirose ist eine chronische, ansteckende Infektionskrankheit, die durch sich spiralig bewegende Bakterien verursacht wird. Es sind 260 verschiedene Leptospiren- Typen (Serovare) bekannt. Während der klinisch oft unauffälligen Infektion von tragenden Sauen kann es zur Infektion der Feten innerhalb der Gebärmutter (intrauterin) kommen. Neben Aborten und Totgeburten werden von weniger virulenten (krankmachenden) Serotypen oft ,,nur" Konzeptions- und Fertilitätsstörungen verursacht.
Die je nach Infektionsdruck mehr oder minder schleichend um sich greifenden Fruchtbarkeitsstörungen führen zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten durch erhöhte Umrauschraten, Kleinwürfigkeit, Aborte, Totgeburten, aber auch durch lebensschwache Ferkel. Nahezu alle Haus- und Wildsäuger sind empfänglich für Leptospiren-Infektionen. Auch der Mensch kann sich bei unsachgemäßem Umgang mit ausscheidenden Tieren infizieren (Zoonose), weshalb die Leptospirose der Rinder, Schafe und des Schweins eine meldepflichtige Tierseuche ist.
 

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Sonderdruck aus dem
dlz agrarmagazin/primus
Heft 5/2009
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