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DLZ Sonderdruck

Virbac Clean Pipe

          DLZ Sonderdruck                                     Virbac-Clean-Pipe Broschüre                     


Das Problem: Biofilme sind überall und bilden sich innerhalb kürzester Zeit


Biofilme entwickeln sich nur sehr selten von der Wasserquelle aus. In der Regel entstehen sie durch Keim- und Erregereintrag an den Tränkenippeln. Druckschwankungen im Tränkesystem begünstigen den Eintrag. Biofilme breiten sich auch gegen die Fließrichtung im System aus.
 

Biofilme-VCP.png
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Bakterium-1-VCP.png   Bakterium-2-VCP.png   Bakterium-3-VCP.png

Abb. 2 Ablösung eines stäbchenförmigen Bakteriums aus dem Biofilm einer Wasserleitung
 

  1. Trotz R&D in der direkten Tierumwelt nach Ausstallung, können Erreger trotz Spülung des Leitungssystems im Biofilm zurückgezogen verbleiben und infizieren so die nächsten neu eingestallten Tiere (Abb. 2)
     
  2. Der Biofilm bindet Wirkstoffe während einer Medikationsphase. Das heißt, es kommt zu einer unplanmäßigen Anflutungsverzögerung, aber auch zu einer Abflutungsverzögerung nach Absetzen und reiner Klarwasserspülung nach der Medikation. „Mauserungen“ des Biofilms oder mechanische Abschwemmungen können zu intermittierendem Freisetzen der Wirkstoffe in eigentlich medikationsfreien Phasen führen (Abb. 3). Neben einer möglichen Wartezeitrelevan  bei größeren Konzentrationsfreisetzungen, wird bei der intermittierenden oder permanenten Freisetzung, z.B. von Antibiotika, von einem erhöhten Resistenzentstehungsrisiko ausgegangen.
     
  3. Stoffwechselprodukte des bakteriellen Biofilms können die Schmackhaftigkeit des Tränkewassers nachteilig beeinflussen. Die Reduktion der Wasseraufnahmemenge koppelt auch mit einer niedrigeren Futteraufnahme. Insgesamt kann es zu ökonomisch relevanten Wachstums-/Leistungseinbußen kommen. Gleichzeitig wird schlecht schmeckendes Wasser häufig durch die Tiere spielerisch vergeudet. Neben ökonomischer Relevanz (Wasserverbräuche, Güllevolumen), wird die Dosiskalkulation in Medikationsphasen schwer kalkulierbar.
     

Wirkstoff-Konzentration-VCP.png

Abb. 3 Wirkstoff-Konzentration im Tränkewasser nach Beendigung einer Medikationsphase (schematisch)